Dokumentation

Diskriminierung findet zunehmend über die neuen Kommunikationstechnologien statt. Menschen, und davon häufig Jugendliche, werden mitunter öffentlich beschimpft, herabgewürdigt und an den Pranger gestellt. 

Diskriminierende und menschenverachtende Inhalte im Internet sind eine große Herausforderung für die Gesellschaft, denn einfache Lösungen wie eine strenge Zensur stehen dem hohen Gut der Meinungsfreiheit entgegen. Die Herausforderung liegt in der weiten Verbreitung der Inhalte, der Anonymität, der mangelnden Kontrolle und zum Teil auch in der Struktur und den Anreizen der Internetplattformen. 

Hinzu kommt, dass sich viele Menschen vermutlich ihres eigenen verletzenden Verhaltens gegenüber anderen und der bestehenden Machtverhältnisse sowie Eigendynamiken im Netz nicht bewusst sind.

Wir möchten es uns daher zur Aufgabe machen, dieses Thema gemeinsam mit Jugendlichen zu erforschen, sie zu informieren, zu sensibilisieren und ihnen eine Plattform zum Austausch zu bieten.

Vor diesem Hintergrund sollen mit dem einjährigen Projekt drei Bausteine gesetzt werden, die auch im Nachgang eine Wirkung haben werden Zunächst soll eine Internet-Kampagne das Thema Diskriminierung im Netz aufarbeiten, indem Erfahrungen, Meinungen und Lösungsansätze gesammelt und aufbereitet werden. 

Dabei wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, dass Diskriminierung im Netz nicht nur aus geschriebenen Worten besteht, sondern andere Menschen verletzen und traumatisieren kann. Viele junge Menschen wollen sich stärker gegen Diskriminierung im Netz engagieren, aber ihnen fehlen oft die Mittel und der Mut dazu. Wir wollen sie unterstützen und sie befähigen, sich für Menschen einzusetzen, die online diskriminiert werden. Auf Grundlage dieses Materials wird ein Jugendkongress geplant, bei dem sich 60 Teilnehmende dem Thema Diskriminierung im Netz widmen und konkrete Lösungen und

Projekte erarbeiten. Schließlich wird im dritten Schritt ein Online-Handbuch („eGuide“) und eine eLearning-Plattform entstehen, die Akteuren der (pol.) Bildung als Grundlage ihrer alltäglichen Arbeit mit Jugendlichen dient.

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